Geschichte

Der FC 1921 Grüningen e.V. ist, wie der Name schon sagt, im Jahre 1921 gegründet worden. Er hat sich seither kontinuierlich entwickelt und ist zu einem der größten Vereine in Grüningen geworden. Der FCG betätigt sich natürlich in erster Linie im Fußballspielen wo verschieden Mannschaften in den einzelnen Wettbewerben des Südbadischen Fußballverbands teilnehmen. Neben dem aktiven Sport wird aber auch das gesellige Beisammensein sehr gepflegt. Das Zuhause ist auf der Bettelhalde wo zwei Sportplätze und ein Vereinsheim die Hauptmerkmale des Sportgeländes darstellen.

Die Geschichte des FC 1921 Grüningen

Auf eine wechselvolle Geschichte kann der heute 75jährige Fußballverein FC 1921 Grüningen im Jubiläumsjahr 1996 zurückblicken.

1921 fanden sich zwanzig junge Leute zusammen im Gasthaus "Krone", um den Sportverein zu gründen. Einer der treibenden Kräfte zu dieser Gründung war Hermann Erndle. Die Gründungsfeier fand am 21. Juni 1921 auf dem ersten Sportplatz im Gewann "Hölzlefeld" statt, die ersten Bälle wurden in großzügiger Manier von Fürst Max Egon zu Fürstenberg gespendet.
Laut Satzung wurde der Fußballclub am 02. Juni 1921 gegründet, leider fehlt ein Datum dafür. Die erste Vorstandschaft bestand aus folgenden fünf Mitgliedern: 1. Vorsitzender Josef Doser, 2. Vorsitzender Robert Erndle, Schriftführer Peter Limberger, Kassierer Theodor Doser und Gerätewart Josef Limberger II. Diese Vorstandschaft wurde auch 1930 bei der Wahl genannt.
Von 1931 bis 1935 fehlen Unterlagen. In dieser Zeit sollen Thomas Limberger oder Josef Doser den Verein geführt haben. Josef Limberger II führte den Verein als Vorsitzender von 1936 bis 1939, Peter Limberger zeichnete während des 2. Weltkrieges verantwortlich. 1931 trat, wie in verschiedenen anderen katholischen Gemeinden auch, unser Verein der deutschen Jugendkraft bei. Mit der Gründungsfeier war auch ein Pokalturnier der umliegenden DJK-Mannschaften verbunden.
Am 3. Januar 1940 wurden die Kassengeschäfte von Hermann Doser geschlossen mit dem Vermerk: "2. Weltkrieg hat begonnen, es wurden vier Spieler gleich in den Krieg eingezogen, es fanden nur noch ab und zu Spiele statt". Die weitere Aufzeichnung lautet: Sämtliche Papiere und Unterlagen über das Vereinsleben vor 1933 wurden von der Gestapo eingezogen, weil wir in der DJK spielten.

Den ersten großen sportlichen Erfolg konnten die FCler bereits 1936, nach 15jährigem Bestehen feiern, sie errangen am 28. November die erste Meisterschaft. Laut Unterlagen betrugen im Jahre 1937/38 die Einnahmen 220,62 Mark, dagegen standen Ausgaben von 200,43 Mark, somit ergab sich ein Überschuss von 20,19 Mark. Die Schiedsrichterentlohnung betrug damals 4,60 Mark, der Vereinsbeitrag drei Mark, er wurde vierteljährlich eingezogen. Die Fußballplatzmiete betrug jährlich 6 Mark, sie wurde vierteljährlich an die Gemeinde gezahlt.
Das Thema "Eigenarbeit" war stets großgeschrieben im Verein, der Höhen und Tiefen im sportlichen wie auch im gesellschaftlichen Bereich durchlebte. Während der Kriegsjahre ruhten die sportlichen Aktivitäten, erst im Jahre 1946 wurde der Verein wieder aktiv, die ersten Verbandsspiele fanden statt. Der Verlust von aktiven Spielern durch den Krieg veranlasste die Vereinsführung dazu, sich im benachbarten Ort Aufen um Spieler zu bemühen. Jahrelang existierten diese Spielgemeinschaften zwischen Aufener und Grüninger Spielern, auch freundschaftliche Beziehungen wurden gepflegt. Ebenso wurden Spieler aus den Saba-Werken aus Villingen für den FC Grüningen verpflichtet.

Erst am 24. Juli 1949 konnte die Neugründung des FC im Gasthaus "Krone" beschlossen werden. Die ersten Verbandsspiele begannen am 28. August 1949. Bei den Neuwahlen wurde folgende Vorstandschaft bestimmt: 1. Vorsitzender Hermann Winterhalter, 2. Vorsitzender Erwin Dorer, Schriftführer Gottfried Limberger, Kassierer Bertold Limberger und Gerätewart Richard Zimmermann. Auch Matthäus Hettich setzte sich sehr für das Wiederaufleben des Vereines ein.

Bei geselligen Veranstaltungen in den Vorkriegsjahren waren abwechselnd der Musikverein Klengen und der Musikverein Aufen musikalisch tätig. Auch noch später, als Grüningen noch keinen eigenen Musikverein hatte, waren die Musiker aus den Nachbargemeinden diejenigen die Feste des 1'C musikalisch umrahmten.

Auch die Jubiläen des 40. und 50. Bestehens des Vereins wurden jeweils groß gefeiert. Beim 40jährigen Jubiläum gab es ein großes Fest, laut Aufzeichnungen gab es ein Festbankett, wie es das Brigachtal noch nie erlebte, es gab Künstler aus Mannheim, Freiburg und Basel, zu Beginn des Turnieres wurden Bälle vom Flugzeug abgeworfen.

Belebt wurde der gesellschaftliche Teil des Sportclubs mit Theaterspielen, Tanzabenden, Waldfesten und Fastnachtsveranstaltungen. In der Gründungssatzung von 1921 wurde im Paragraph 5 festgelegt, dass die Aktiven verpflichtet waren, jährlich wenigstens eine Abendunterhaltung, bestehend aus Theater, zu geben.

Ebenso betätigte sich der FC als Narrenverein, zu damaliger Zeit schon mit Hemdglonkerumzügen und Veranstaltungen in den beiden Lokalen "Traube" und "Krone", auch vom Kehrausball im Gasthaus "Krone" wird berichtet an dessen Anschluss eine Strohpuppe vor der Gastwirtschaft verbrannt wurde.

Seit 1973 führt der FC Grümpelturniere durch als Ersatz für die früher veranstalteten Waldfeste, seit 1974 gibt es mit dem Musikverein gemeinsame Fastnachstveranstaltungen. Später kam dann der Turnverein als drittem Partner hinzu.

Seit 1952 gab es eine eigene Vereinsmusik, die bei vereinsinternen Festlichkeiten aufspielte. Von Vereinsseite wurde ein Schlagzeug beschafft, für die anderen Instrumente wurden Zuschüsse gewährt. Die Kapelle spielte erstmals 1952 an einer Fastnachtsveranstaltung auf.

Auch Partnerschaften mit anderen Sportclubs bestehen beim Jubelverein, seit 1975 gibt es Kontakte mit dem FC Grüningen/Hessen, die Freundschaft besteht bis heute. 1985 gab es erstmals Besuch der Sportfreunde aus Winnweiler in der Pfalz, auch hier besteht reger Kontakt.

Zurück Zum sportlichen Bereich, zunächst zur Jugendarbeit des FC Grüningen: Schon vor der Gründung von offiziellen Jugendmannschaften konnten sich Jungen für Spiel und Spaß am runden Leder begeistern. Gezielt betriebene Jugendarbeit ist seit dem Jahre 1952 aufgezeichnet, Josef Limberger II wurde in das Amt des Jugendleiters gewählt, um sich um den Nachwuchs zu kümmern.

Die ersten Spiele trugen die Jugendlichen gegen Klengen und Pfaffenweiler aus. 1957 übernahm Berthold Limberger das Amt des Jugendleiters, wobei er sich bereits in den vorausgegangenen Jahren für die Belange der Jugendlichen einsetzte. 1962 wurde mangels Nachwuchs die Jugendmannschaft abgemeldet.

1964 wurden wieder Jugendspiele durchgeführt. ln diesem Zeitraum gab es allerdings nur eine Jugendmannschaft, in der Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren spielten. Ab 1969 gab es eine C- und eine B-Mannschaft, in späteren Jahren wurden A-, B-, C- und D-Mannschaften geführt, für die es keine speziellen Trainer gab, die Arbeit mussten ebenso die Jugendleiter übernehmen.

Ab 1972 enthalten die Aufzeichnungen Angaben auch über gesellschaftliche Unternehmungen der Jugendmannschaften, Feiern und Ausflüge standen auf dem Programm.

Mit den Pfohrener erreichte die A-Jugend 1979 den Meistertitel in der Schwarzwald-Staffel vier.

Im Spieljahr 1986/87 errang die D-Jugendmannschaft den Meistertitel. Seit 1989 gibt es Spielergemeinschaften mit der DJK Donaueschingen, in ist allen Jugendmannschaften der DJK sind Spieler des FC Grüningen dabei.

1962 gab es sportlichen Erfolg für die I. Mannschaft, sie wurde Meister in der C-Klasse in der Staffel 2.

1967 errang die zweite Mannschaft den Meistertitel.

Erste Ausflüge nach Grüningen/Hessen gab es im Jahre 1975, später im Jahre 1978.

1980 gelang der 1. Mannschaft nach längerer Zeit wieder ein Meistertitel (Spielzeit 1979/80) unter dem damaligen Trainer Hans Joachim Leber. Dazu ein Bericht aus der Tageszeitung: "Das letzte Spiel Jugoslavia Blumberg 1 gegen Grüningen 1 ist, ausgefallen und wird für Grüningen mit 2:0 Toren und 2:0 Punkten als gewonnen gewertet. Doch schon am Sonntag zuvor sicherte sich unsere Mannschart durch einen klaren 6:0-Sieg gegen den SV Leipferdingen vorzeitig die Meisterschaft in der Kreisliga B, Staffel II, und steht somit als Aufsteiger in die Kreisliga B fest. Die Musikkapelle Grüningen spielte im Anschluss an den 6:0 Sieg dem frisch gebackenen Meister ein Ständchen und ihr Vorsitzender, Willi Hirt, überbrachte die Glückwünsche des Musikvereins und überreichte dem Spielführer der Mannschaft einen Blumenstrauß. Die gesamte Vorstandschaft des FC gratuliert allen Spielern und ganz besonders dem Trainer, Hans Joachim Leber, zu dieser tollen Leistung. Nachdem die Einweihung des Clubhauses ebenfalls noch bevorsteht, wird das Jahr 1980 als eines der erfolgreichsten in unsere Vereinsgeschichte eingehen. Von den insgesamt 24 Spielen der Verbandsrunde 1979/80 gab es 21 Siege, 2 Unentschieden und 1 Niederlage, insgesamt 44:4 Punkte und ein hervorragendes Torverhältnis von 109:22 Toren. Es kamen 15 Spieler zum Einsatz, welche zu diesem einzigartigen Erfolg beigetragen haben: Herbert Erndle, Roland Limberger, Wolfgang Limberger, Thomas Limberger, Franz Limberger, Claus Limberger, Johann Weber, Herbert Schrenk, Hubert Dold, Rudi Sawetzki, Hansi Sawetzki, Roland Waldraff, Armin Niedermaier, Bernd Doser und Franz Schorpp".

Das 60jährige Jubiläum des Vereins fand 1982 im Mai statt, auch hier fanden Einlagespiele zwischen den Grüningern aus Hessen und Baden statt. 1983 wiederholte die1. Mannschaft ihren Meistertitel unter dem damaligen Trainer Bernd Kutscher. 1985 gab es erstmals Besuche der AH- Mannschaft aus Winnweiler in der Pfalz, und im Juli 1985 wurde erstmals der Bezirksjugendtag Südbaden in der Grüninger Festhalle ausgerichtet.

1986 wiederholten 1. und 2. Mannschaft ihren Meistertitel in der Kreisliga B Staffel zwei bzw. Staffel neun mit Trainer Manfred Kress, womit der größte sportliche Erfolg der Vereinsgeschichte erzielt werden konnte.

1987 wurde die erste Mannschaft Brigachpokalsieger in Klengen im Juli, 1988 konnte sie diesen Pokal in Grüningen verteidigen, außerdem wurde die erste Mannschaft Sieger beim Stadtteilturnier der DJK Donaueschingen im August. Im Jubiläumsjahr 1996 existieren eine 1. und 2. Mannschaft mit insgesamt 28 Spielern, als Spielführer fungieren in der 1. Mannschaft Gert Thurow, in der zweiten Mannschaft Albert Limberger; außerdem gibt es eine rührige Altherrenmannschaft, die unter AH-Obmann Joachim Thäter mit sportlichen und geselligen Aktivitäten aufwarten kann.

Schwerpunkt in den zurückliegenden 10 Jahren waren dabei die Kontaktpflege zur AH-Mannschaft aus Winnweiler/Pfalz sowie die AH-Silvesterpartys im FC-Vereinsheim, die dort mit "Kind und Kegel" gefeiert werden. Auch gute sportliche Erfolge hat die Grüninger AH-Mannschaft zu verzeichnen: 1991 und 1992 konnte sie das Hubert-Mahler Turnier gewinnen, 1992 auch das Stadtteilturnier, 1993 konnte das Brigachpokalturnier in Rietheim gewonnen werden.

Im Jahre 2002 konnte man den Wiederaufstieg mit dem Trainer Cengis Cön feiern.